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Mehr Möglichkeiten ... Drucken

So vielfältig wie der Hausarztberuf sind auch die Möglichkeiten, diesen Beruf in Brandenburg auszuüben. Momentan gibt es in Brandenburg über 100 freie Vertragsarztsitze in der hausärztlichen Versorgung, die sich quer über das ganze Bundesland verteilen. Sie treffen die Entscheidung, ob Sie peripher wohnen und arbeiten wollen, zu 100% Landarzt werden, ein Mittelzentrum bevorzugen oder gegebenenfalls vom alten städtischen Wohnort aus zum Arbeitsplatz pendeln.

 
Arzt oder Ärztin in eigener Niederlassung Drucken

Bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg in Potsdam erhalten Sie eine fundierte Begleitung auf dem Weg zur eigenen Praxis. Die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen bieten Ärzten und Ärztinnen, die sich in Brandenburg niederlassen wollen, auch finanzielle Unterstützung an. Diese reicht von einem Investitionskostenzuschuss bis zu 30.000 € in unterversorgten Regionen bis hin zur zweijährigen Umsatzgarantie. Auf der Seite Starthilfe und bei der Kassenärztlichen Vereinigung erfahren Sie mehr über die finanziellen Hilfen.

Die Niederlassung lässt sich in Brandenburg schon immer auch in einem Medizinischen Versorgungszentrum verwirklichen. Der  fachliche Austausch aufgrund der räumlichen Nähe zu Kolleginnen und Kollegen gleicher und anderer Fachrichtungen und die mögliche gemeinsame Nutzung der Infrastruktur sind die Vorteile dieses Modells. Die Abrechnung nehmen Sie selbst vor. Informationen über die Medizinischen Versorgungszentren in Brandenburg erhalten Sie beim Bundesverband Medizinischer Versorgungszentren, der seinen Sitz in Potsdam hat.

 
Das Angestelltenverhältnis in der ambulanten hausärztlichen Versorgung Drucken
Die Entscheidung für das Angestelltenverhältnis ist nicht ganz so weit reichend wie die Entscheidung für eine Niederlassung: es entfällt das finanzielle Risiko, das mit der Praxisgründung einhergeht. Die Arbeitszeit kann individuellen Bedürfnissen entsprechend gestaltet werden. Das wird auch denjenigen, die Familie und Beruf vereinbaren möchten, entgegenkommen.

In Brandenburg gibt es verschiedene Möglichkeiten, um als angestellter Arzt/angestellte Ärztin in die ambulante hausärztliche Versorgung einzusteigen.

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)
Medizinische Versorgungszentren sind Einrichtungen für eine fachübergreifende Zusammenarbeit in der ambulanten Medizin. Die Idee der Medizinischen Versorgungszentren ist die einer koordinierten Behandlung aus einer Hand. Ärzte und Ärztinnen verschiedener Fachrichtungen arbeiten unter einem Dach zusammen und profitieren vom kollegialen und interdisziplinären Austausch. Alle administrativen und nicht-ärztlichen Aufgaben werden vom Medizinischen Versorgungszentrum übernommen. Diese Einrichtung ist in Brandenburg seit ca. 18 Jahren unter dem Begriff Gesundheitszentrum bekannt und bewährt.

Das Angestelltenverhältnis beim Hausarzt - Sicherstellungsassistenz
Zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung hat die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg es niedergelassenen Hausärzten/-innen in manchen Regionen ermöglicht, einen Facharzt/eine Fachärztin für Innere Medizin oder Allgemeinmedizin anzustellen. Eine Mengenausweitung ist in diesen Fällen möglich, die 3%-Überschreitungsgrenze gilt hier nicht.

Das Angestelltenverhältnis beim Hausarzt - Job-Sharing
Auch dort wo die besonderen Regeln der Sicherstellungsassistenz nicht gelten, kann ein Hausarzt/eine Hausärztin sich aber im Sinne der Arbeitsteilung bei einem niedergelassenen Arzt/bei einer niedergelassenen Ärztin anstellen lassen: im Unterschied zur Sicherstellungsassistenz gilt beim Job-Sharing-Modell die 3 %-Überschreitungsgrenze, die eine Erhöhung des Praxisbudgets mit dem Neuzugang auf 3 % beschränkt. Der zeitliche Tätigkeitsanteil kann dagegen flexibel vereinbart werden.

 

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